Gemeinde Seester

Seester

 

Einwohnerzahl: 922

Fläche: 1.150 ha

Internet: www.seester.de

 

Die Gemeinde Seester liegt inmitten der Seestermüher Marsch und schlängelt sich zwischen Elmshorn und Seestermühe an der Krückau entlang. Der Ort ist benannt nach der Seesterau, der heutigen Krückau. Seine Ersterwähnung finden wir in einer Urkunde aus dem Jahre 1141, als der Erzbischof Adalbero von Hamburg-Bremen den Brüdern im Augustiner-Chorherren-Stift im heutigen Neumünster für dieses Gebiet die Zehnten Abgaben verlieh. Die ehemals sächsischen Siedlungen wurden in ihrer Entwicklung ganz wesentlich durch ins Land gerufene Siedler aus Friesland und den Niederlanden geprägt, die durch Deichbauten, Entwässerungssysteme und Schleusen das Land vor den Fluten der Elbe sicher machten und fruchtbares Weideland entstehen ließen.

So lassen sich noch heute zahlreiche Familiennamen in der Region auf einen holländischen Ursprung zurückführen. Bis in die heutige Zeit kommt dem Schutz der Bewohner vor Naturgewalten eine besondere Bedeutung zu

Bis 1992 war Seester allerdings nur Ortsteil und Kirchspiel, die Gemeinde selbst hieß seit Gründung der preußischen Landgemeinden 1892 Kurzenmoor und wurde erst 100 Jahre später umbenannt, nachdem eine Bürgerinitiative einen Bürgerentscheid initiierte, welcher zugunsten der Umbenennung in Gemeinde Seester ausfiel. Seit jeher war und ist der Ortsteil Seester mit seiner 1428 erbauten St. Johannes-Kirche geografischer und kultureller Mittelpunkt der Gemeinde.

 

In direkter Nähe befinden sich hier die Grundschule, der Kindergarten, Turnhalle und Sportplatz, das historische Saalgebäude, welches gemeinsam mit der Kirche, dem Pastorat, dem Kindergartengebäude und benachbarten Einfamilienhäusern, den umgebenden Linden und dem Friedhof unter Ensembleschutz steht, sowie weitere öffentliche Gebäude und Einrichtungen.

 

Seester

 

Nur wenige Meter entfernt ist in den letzten Jahren das Neubaugebiet „Zur Rönnwettern“ entstanden, welches vor allem jungen Familien ruhige, aber zentral gelegene Bauflächen in direkter Nähe zu Schule und Kindergarten bietet.

 

Seester ist Kirchspielort, zu dem auch die Gemeinde Seestermühe sowie der Ortsteil Schlickburg der Gemeinde Neuendeich gehören.

 

Ehemals lebten die Bewohner der Gemeinde von der Landwirtschaft, der Pferdezucht und der Fischerei. Die Boote der Fischer lagen dabei im Hafen am Seesteraudeich, der heute Freizeitskippern als Heimat für ihre Sportboote dient. Als Symbol finden wir diese Berufsgruppen im Wappen von Seester wieder.

 

Seester hat ein reges Vereinsleben, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Seestermühe. Der Sportverein TSV Seestermüher Marsch e. V. beispielsweise zählt über 700 Mitglieder, die aus einer breiten Sportpalette wählen können, viele weitere Vereine und Verbände unterschiedlichster Art runden das Freizeitangebot in Seester ab.

 

Vor allem in den Sommermonaten ist Seester ein beliebtes Ausflugsziel für Tagestouren der Menschen aus den umliegenden Städten und Gemeinden, die mit dem Auto, aber mehr noch mit dem Fahrrad, per Inlineskater oder zu Fuß die Schönheit der Marsch erleben möchten. Mit dem „Ochsenweg“, der „North Sea Cycle Route“ und dem „Elbe Radwanderweg“ führen gleich drei überregionale Radwanderstrecken durch das Dorf. Zahlreiche Infoschilder und Wegweiser erleichtern hier die Orientierung. Mit der „Fähre Kronsnest“, der kleinsten Fähre Deutschlands, lässt sich die Krückau nach Neuendorf überqueren und über die nahe gelegenen Sperrwerke von Krückau und Pinnau gelangen Radfahrer und Fußgänger in die Kollmaraner- oder die Haseldorfer Marsch.

 

 Seester

 

Die St. Johannes-Kirche besticht im Inneren mit einmaligen Kunstschätzen wie der ältesten erhaltenen Kanzel und dem ältesten Barockaltar des Kreises Pinnebergs aus dem Jahre 1631 oder dem Opferstock mit Lazarusfigur aus dem Jahre 1613. An der L 109 im Ortsteil Kurzenmoor betreibt der Elmshorner Modellbauclub einen vom Ministerium in Kiel zugelassenen Modellflugplatz.

 

Für die Zukunft möchte Seester eine liebens- und lebenswerte, aber keinesfalls verschlafene Gemeinde im dicht besiedelten Hamburger Umland sein und bleiben.